Johann Wolfgang von Goethe

 

 Wurde am 28. August 1749 in Frankfurt/Main geboren.Er wuchs in einem vermögenden und kultivierten Elternhaus auf .Goethe ist die bedeutendste Gestalt der deutschen Literatur – auch für die folgenden Generationen. Er starb am 22. März 1832

  Die Sache mit dem Alter. 
Der Deutschen Dichterfürst bringt es auf folgende Formel: "Keine Kunst ist alt zu werden... es ist eine Kunst es zu ertragen."
Das ist es, und es lohnt sich noch etwas bei Goethe zu verweilen, von dem belegt ist, dass ihn das ewig Weibliche stets anzog. Und der irgendwann bekannte, dass drei Frauen sein Leben bestimmen. Die letzte lernte er im Alter von 72 Jahren kennen, eine gewisse Ulrike, sie war gerade 17. Der alte Herr gedachte sie zu heiraten. Wie ernst es ihm damit ist, zeigte er, indem er sich von seinem Arzt bestätigen ließ, dass er einer Ehe gesundheitlich gewachsen sei. Er nannte das, was mit ihm geschah, eine temporäre Verjüngung.
Der Antrag wurde höflichst abgelehnt   .
Uschi

 

 

An die Günstigen.
Dichter lieben nicht zu schweigen,
Wollen sich der Menge zeigen:
Lob und Tadel muß ja sein!
Niemand beichtet gern in Prosa,
Doch vertraun wir oft zu Rosa
In der Musen stillem Hain.
 
Das ich irrte,was ich strebte,
Was ich litt und was ich lebte,
Sind hier Blumen nur im Strauß;
Und das Alter wie die Jugend
Und der Fehler wie die Tugend,
Nimmt sich gut in Liedern aus.
 
 
Blumengruß.
 Der Strauß den ich gepflücket,
Grüße Dich viel tausendmal!
Ich hab mich oft gebücket,
Ach wohl ein tausendmal,
Und ihn ans Herz gedrücket
Viel hunderttausendmal.
 
 
 
Gleich und Gleich.
 
Ein Blumenglöckchen
Vom Boden hervor
War früh gesprossen
In lieblichem Moor
Da kam ein Bienchen
Und naschte fein;
Die müssen wohl Beide
Für einander sein.
 
 
 
 
Selbstbetrug.
 Der Vorhang schwebet hin und her
Bei meiner Nachbarin,
Gewiß, sie lauschet überquer,
Ob ich zu Hause bin.
 
Und ob der eifersücht´ge Groll
Den ich am Tag gehegt,
Sich, wie er nun auf immer soll
Im tiefen Herzen regt.
 
Doch leider hat das schöne Kind
Dergleichen nicht gefühlt.
Ich seh`, es ist der Abendwind,
Der Mit dem Vorhang spielt
 
 
 
 Frühzeitiger Frühling.
 Tage der Wonne
Kommt ihr so bald.
Schenkt mir die Sonne
Hügel und Wald.
 
Reichlicher fließen
Bächlein zumal,
Sind es die Wiesen,
Ist es das Tal.
 
Blauliche Frische!
Himmel und Höh!
Goldene Fische
Wimmeln im See.
 
Buntes Gefieder
Rauschet im Hain;
Himmlische Lieder
Schallen darein.
 
Unter Grünen
Blühender Kraft
Haschen die Bienen
Summend am Gast.
 
Leise Bewegung
Bebt in der Luft
Reizende Regung
Schläfernder Duft.
 
Mächtiger rühret
Bald sich ein Hauch,
Doch er verlieret
Gleich sich im Strauch.
 
Aber zum Busen
Kehrt er zurück
Helfet ihr Musen,
Tragen das Glück!
 
Saget seit gestern
Wie mir geschah?
Liebliche Schwestern,
Liebchen ist da!
 
 
 
Wehmut.
 Ihr verblühet, süße Rosen,
Meine Liebe trug euch nicht;
Blühet ach dem hoffnungslosen,
Dem der Gram die Seele bricht.
 
Jener Tage denk ich trauernd,
Als ich Engel an dir hing,
Auf das erste Knöspchen lauernd,
Früh zu meinem Garten ging;
 
Alle Blüten, alle Früchte
Hoch zu deinen Füßen trug,
Und vor deinem Angesichte
Hoffnung in dem Herzen schlug.
 
Ihr verblühet, süße Rosen,
Meine Liebe trug euch nicht;
Blühet, ach dem hoffnungslosen,
Dem der Gram die Seele bricht!
 

 

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