1900 

Während der Nervenarzt Paul Möbius 1900 noch an seinem Buch ,, Über den physiologischen Schwachsinn der Weiber,, viel Tinte verschwendete, erobert die Frau fast alle Berufe. Völlig neue – weibliche- Berufe entstehen, nachdem man der Frau jahrtausendlang nur den einen: den der Hebamme zugebilligt hatte. Mit der Erfindung der Schreibmaschine und des Telefons  wird auch die Stenotypistin und Telefonistin ,, erfunden,,.

Der Psychologe Otto Lipmann weist nach, dass es bei den Männern ,, mehr Genies, aber auch mehr Idioten,, gäbe und dass der Durchschnitt der Frauen geschickter und höher begabt ( aber schlechter bezahlt) sei.

 1903 tritt eine Frau ( in Toulouse) zum ersten mal als Strafverteidigerin in einem Mordprozess auf. 50 Jahre später ist Elisabeth Krumme die erste Bundesrichterin des höchsten deutschen Gerichts, des Bundesgerichtshofs

 4,7 Millionen Hausfrauen waren außerdem beruflich tätig.. So hatte die Zeit sich gewandelt. Noch 1907 waren 90 Prozent Ehefrauen gewesen und der Mann ihr Ernährer. Statt einer Aussteuer mit gefüllten Leinen schränken brachte die Frau jetzt ihre berufliche Vor- und Ausbildung als Aussteuer mit.

   Statt Sticken , Malen, lernte die Frau in zwei Kriegen, Schlangestehen, Hamstern, Hungern, Granatendrehen, Feuerlöschen, Trümmerräumen und Kämpfen. Sie stand ihren Mann- in einer neuen Bedeutung des Wortes.

Und sie ersetzte den Mann und gab den entmutigten Männern – dank den Kräften der Liebe – die Kraft zu neuem Beginnen.

1919 in der Nationalversammlung entfielen 41 der 423 Sitze auf Frauen.

In den Gemeindeverwaltungen machte ihr Anteil elf Prozent aus.

Die Frauen strömten zu den Universitäten. Die Statistikvon 1931 weist 6,8 Millionen alleinstehender, berufstätiger Frauen aus.

 

Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!